Sicherheitskupplung mit integriertem Kettenrad

Sicherheitselemente im Antriebsstrang sorgen dafür, dass Störungen und so entstehende Defekte und Maschinenstillstände verhindert werden. Zum Einsatz kommen beispielsweise Schalt- oder Rutschkupplungen. Beide Varianten bringen Vor- und Nachteile mit sich. Enemac hat nun in der Sicherheitskupplung Typ ECH die positiven Eigenschaften beider Kupplungsarten vereint.Je umfassender Anlagen automatisiert werden, desto sicherer müssen Störungen, die zu Defekten, zu Maschinenstillständen oder auch zu Schäden am Produkt führen könnten, ausgeschlossen werden. Um bei Verpackungsmaschinen die transportierten Produkte zu schützen, werden in den Antriebsstrang, Sicherheitselemente in Form von Schalt- oder Rutschkupplungen eingesetzt. Dabei gilt es die Vor- und Nachteile der beiden verschiedenen Kupplungsarten unbedingt zu beachten, denn sie sind am Ende für einen wirkungsvollen Schutz der Anlagen ausschlaggebend.

Kurze Bauform

Rutschkupplungen sind die einfachsten Überlastsysteme. Nachteilig ist bei vielen Anwendungsfällen jedoch, dass sich das Überlastmoment nicht dauerhaft genau einstellen lässt. Daneben kann der Reibwiderstand des Belags, besonders durch Feuchtigkeit und Schmiermittel, stark beeinträchtigt werden. Auch gilt es den Verschleiß der Reibbeläge sowie die entstehende Wärmeentwicklung zu beachten. Vorteil der Rutschkupplung ist die kurze Bauform.

Hohe Wiederholgenauigkeit

Die Vorteile von Kugelrastkupplungen liegen einmal in dem relativ genau einstellbaren Abschaltmoment, der hohen Wiederholgenauigkeit und dem geringen Durchrastmoment. Im Überlastfall ist eine sichere Trennung der Massen im Millisekundenbereich gewährleistet. Für den Notstop der Anlage ist die Schaltbewegung sehr einfach durch einen Näherungsschalter abtastbar.

Formschluss mittels Kugeln

Die Sicherheitskupplung Typ ECH für Kettenantriebe von Enemac vereinigt die Vorteile der Kugelrastkupplungen mit der kurzen Bauform von Rutschkupplungen (Rutschnaben). Das Abtriebselement in Form eines Kettenrades ist als Funktionsteil in die Kupplung integriert. Durch den Formschluss der Kupplung mittels Kugeln, die durch Tellerfedern in eine Kegelsenkung gedrückt werden, ist, anders als bei einer Rutschkupplung, eine hohe Wiederholgenauigkeit des vorgegebenen Ausrastmomentes und die dauerhafte Funktion gesichert. Über eine Nutmutter wird die Kupplung auf ein bestimmtes Ausrastmoment eingestellt. Beim Überlastfall rastet die Kupplung aus und nach einer Umdrehung wieder ein (Synchronrastung).Die Einstellmomente für die Sicherheitskupplung Typ ECH reichen bei 11 Baugrößen von 2 Nm bis 900 Nm. Die Kupplung wird bevorzugt im allgemeinen Maschinenbau, überall wo Kettenantriebe als Antriebselemente verwendet werden, eingesetzt.